Dieses Album wird es schwer haben. Orientiert an der Musik der 70er Jahre erwartet man zunächst entweder Funk a la Headhunters oder aber Loungemusik, die an einem vorbei läuft. Unter dieser Prämisse scheiterte das Teil dann auch vollkommen, als ich mich hinsetzte und abspannen wollte. Dann kam der Samstagmorgen (na gut, Nachmittag). Zweite Chance. Kein 5-Sterne-Album aber dennoch sehr gut. Das Basssolo in The Sneaker ist so ein Moment, in dem man sich daran erinnert, warum man mal angefangen hat, Jazz zu hören. Oder das Gitarrensolo im darauffolgenden Stück. Zuweilen klingt das Album sogar nach Vince Guaraldis Peanuts Songs. Das einzige Problem der CD ist, wie gesagt, die Erwartungshaltung – oder besser gesagt der Einsatzbereich. Für Bars zu komplex, für Discos zu wenig Funk. Was bleibt ist der Jazzclub, der heilige Ort der Improvisationen und der beflügelten Finger…


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