Das neue Mars Volta Album ist irgendwie komisch. Ruhig, in manchen Passagen an Pink Floyd erinnernd, dann knallt es wieder ordentlich – doch irgendwie kommt das Album nicht in Fahrt. Mein Lieblingsalbum ist, dass sollte ich vielleicht dazu sagen, Frances The Mute, war es doch wunderbar abgedreht und verfestigte den auf De-Loused In The Comatorium eingeschlagenen Weg hin zum Progressive Rock. Mir fehlt ein wenig die Radikalität, die einen bei Mars Volta übermannte, die 30 Minuten Songs, die dem Hörer einiges abverlangten und es fehlen die lateinamerikanischen Einflüsse. Sicher, das Album ist nicht schlecht geworden und man kann es gut hören – doch genau da liegt der Hase begraben. Ich will nicht, dass The Mars Volta meinen Großeltern, Eltern oder Freunden gefällt. Ich will die Band ganz allein für mich besitzen, ich möchte, dass man mich für Verrückt hält, wenn ich ihre Musik auflege. Ich möchte nicht, dass die Band plötzlich von jedem dahergelaufenen Teenie gehört wird, der gerade Pink Floyd oder King Crimson bei seinen Eltern entdeckt hat oder einfach nur auf einem Antitrip ist. Und überhaupt… wenn ich Pink Floyd oder King Crimson hören will, brauche ich nicht The Mars Volta.

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