Es gibt viele Gründe, ein Album von San Glaser zu bewerten, aber der wohl wichtigste ist die überaus hohe Qualität ihrer Stücke. Man nehme Rebekka Bakken, ein wenig Isaac Hayes, Al Green, Astrud Gilberto und eine Menge eigener Impulse, ja, es geht wunderbar altmodisch zur Sache (vllt. Verursacht durch den Einfluss von KJ Denhert?). Das hier ist ganz weit weg vom Mainstream Jazz einer Norah Jones (oder einer Vonda Shepard). Fender Rhodes, Hammond B3, Wurlitzer, Höfner Bass… laut San Glaser alles live im Studio eingespielt, sowas ist rar geworden in der heutigen Zeit – nicht zu letzt ob der neuen, digitalen Möglichkeiten (denen ich im Übrigen kein bisschen abgeneigt bin). San Glaser macht einen Abstecher in den Blues, es gibt ordentlich Bossa Nova auf die Ohren und auch Soulelemente sind zu finden; Oftmals überschneiden sich die Elemente. Ganz selten bin ich geneigt einem neuen Album die volle Punktzahl zu geben, aber hier tue ich es! Jazzfans kommen voll auf ihre Kosten und alle anderen sollten mal reinhören.

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