Nachdem Volker Kriegel im Juni 2003 verstarb, überlegte man sich bei Universal, dass es vielleicht mal ganz sinnvoll sei, eine seiner Schallplatten in guter Qualität zu veröffentlichen. Volker Kriegel? Kenne ich den? Ja klar. Vor einigen Jahren wurde in den Clubs öfter mal Mathar gespielt, ein Sitarbetontes Solostück, dass Kriegel zu Dave Pike Tagen eingespielt hatte. Dieses tolle Stück hatte es Jahre zuvor in den Soundtrack zum Film 23 – Nichts ist so wie es scheint geschafft (Szene im Schwimmbad). Spectrum beginnt mit dem tollen Zoom, ein Stück das in seiner Machart an Mathar erinnert. Stücke wie More About D erinnern hingegen eher an John McLaughlin. Überhaupt ist Spectrum eher eine Jazzrock Platte als ein reines Jazzalbum. Ein wenig erinnern die Stücke gar an die Allmann Brothers (also in der Art, wie sie dargeboten werden – vergleiche: Suspicious Child, Growing Up), auch wenn das hier nichts mit Südstaatenrock zu tun hat. Jedem Jazzfan sei nahegelegt, sich diese Platte zu besorgen. Koste es was es wolle (in meinem Fall: 2€ auf dem Grabbeltisch, gleich neben den Preluders und Overground).

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